Prädikat alter Reben

Von der Wiederentdeckung alter Reben …

… erfährt man am Steilhang, im Wengert. Seit Generationen bedeutet dies harte körperliche Anstrengung und Passion zugleich. Stock für Stock die süße Traube zu pflegen und zu keltern, gelingt heute nur noch in einer Gemeinschaft, die daran festhält diese Kultur zu bewahren: Unser Bestreben ist es aufzeigen, was im Wuchs bereits erkennbar ist, was gut gedeiht und welcher Geschmack sich daraus finden lässt.

Bewahren & bewirtschaften

Die sonnenverwöhnten Hänge mit ihren nährstoffreichen Böden wollen bewirtschaftet werden, damit der Weinberg nicht in kurzer Zeit verbuscht und zum Wald gerät.
Das bedeutet abgestimmte Arbeitsprozesse, die viele Menschen auf sich alleine gestellt oft nicht mehr leisten können – „weil es sich nicht mehr rechnet“ oder weil sich das gesellschaftliche Gefüge unserer Zeit zunehmend ändert.
Wir aber glauben, dass es um mehr geht als den finanziellen Ertrag. Wir bewirtschaften mit Standards, die ein Bewahren dieser Steillagen ermöglicht. Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten und freuen uns damit eine mittlerweile seltene und erhaltenswerte Weinbautradition zu pflegen und zu erhalten.

Traditionell gekeltert.

Wo Erfahrung buchstäblich zusammenfließt, wird gemaischt und gekeltert. Dabei entsteht nicht nur bei jeder Abfüllung eine eigene Note, sondern ein Wein der das Zeugnis unzähliger Verfeinerungsprozesse und mancher mutiger Experimente ist. Als Ergebnis aus der Anstrengung der Laub- und Erntearbeiten und der Geduld und dem Vertrauen beim Maischen, entstehen schließlich Weine, deren Stöcke wir beim weiteren Wachsen gerne begleiten und bewahren.

Unsere Weine

Riesling In guter Balance entfaltet er die Spannung zwischen sonniger Frische und der Ruhe alter Reben. Zarte Fruchtnoten begegnen einer klaren, mineralischen Struktur aus dem steinigen Boden, in dem er wurzelt. Schlank, doch tragend mit einer Eleganz, die sich langsam zeigt. Wer ihm Zeit schenkt, entdeckt Tiefe hinter der erwarteten Leichtigkeit und einen Geschmack, der einlädt, begleitet und bleibt. So erzählt dieser Riesling nicht nur von Handwerk und Tradition, sondern auch davon, dass Feinheit eine Kraft ist, die behutsam wirken darf – und gerade deshalb überzeugt.

Württemberger Schillerwein vereint, was sonst gemeinhin trennend wirkt: Er trägt die
Frische heller Trauben und die Kraft dunkler Beeren zugleich in sich. So entsteht ein Wein, der lebendig ist, ohne im Abgang schwer zu werden. Seine Farbe deutet an, was sich im Geschmack fortsetzt: Ein Wechselspiel zwischen Klarheit, Frucht, Würze und der Erinnerung an warme Sommertage im Weinberg. Er begleitet, statt zu dominieren. Ein traditioneller Wein aus Württemberg, der gleichzeitig vertraut und doch besonders erscheint – und zeigt, dass diese Art des Kelterns bewahrt werden sollte.

Trollinger mit Lemberger Diese Cuvée verbindet die Leichtigkeit des Trollingers mit der Tiefe des Lembergers. In der Nase klare Aromen von roten Beeren, dazu etwas Kirschkern, ein Hauch Kräuter. Am Gaumen frisch, trinkfreudig, dabei mit spürbarem Rückgrat. Nichts Lautes, nichts Überladenes – eher wie ein guter Gefährte zu einem langen Abendessen: Präsent, aber niemals aufdringlich.

Unsere Preise

Riesling Kabinett Jahrgang 2023, 11,0%vol. 1,0 L: 7€

Württemberger Schillerwein Kabinett Jahrgang 2022, 11,5%vol. 1,0 L: 7,50€

Württemberger Schillerwein Deutscher Qualitätswein Jahrgang 2024, 10,5%vol. 0,75 L: 7,50€

Trollinger mit Lemberger Deutscher Qualitätswein Jahrgang 2023, 11,5%vol. 1,0L: 8€

Versand ab sechs Flaschen möglich. Zuzüglich Versandkosten.

Die Ernte des Steilhanges

Die Ernte im Steilhang ist nichts, was man schnell hinter sich bringt. Da läuft man langsam, Schritt für Schritt, jede Traube wird betrachtet und geht erst durch die Hand, bevor sie in die Kiste darf. Maschinen helfen wegen der Steigung hier kaum, also bleibt’s echte Handarbeit – ehrlich, ruhig und konzentriert. Die Sonne wärmt den Hang, der Wind trocknet die Reben, und der Boden speichert, was gut ist. Die Trauben werden nicht einfach gesammelt, sondern ausgesucht: nur das, was wirklich reif ist, kommt mit. Wer hier arbeitet, spürt die Steigung in den Beinen – aber genau das macht den Wein so besonders. Hier wächst nichts „von alleine“. Hier entsteht Wein, weil Menschen sich kümmern.

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